Nachschlagewerk
Zwangsvollstreckung für Privatgläubiger, allgemein erklärt. Mit Paragraphen, ohne Juristendeutsch.
Was eine Vollstreckung wirklich bringt — die Zahlen
Wer auf die Insolvenz wartet, bekommt zwei bis vier Prozent. Wer vollstreckt, sucht heute gezielt statt blind. Die Datenlage mit Quellen — und ehrlicher Kennzeichnung, wie belastbar jede Zahl ist.
Ab 1. Oktober 2026: der elektronische Vollstreckungsauftrag
Das Gesetz zur weiteren Digitalisierung der Zwangsvollstreckung in drei Stufen: elektronischer Auftrag für alle Titel, neue Pflichten für Gläubiger, ab 2027 XML statt PDF.
Was sich ändert: Termine bis 2028
Neue Formulare und elektronische Einreichung ab Oktober 2026, der Pfändungsantrag als Datensatz ab 2027, Basiszins und Porto im Halbjahrestakt — alle Stichtage auf einer Seite, fortgeschrieben.
Das Wichtigste in Kürze
Was ein Vollstreckungstitel ist, welche drei Voraussetzungen die Zwangsvollstreckung hat, was der Gerichtsvollzieher tun kann, wie Zinsen und Kosten laufen und wann etwas verjährt — auf einer Seite.
Noch kein Titel? Das gerichtliche Mahnverfahren
Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid ohne Anwalt über das Portal der Mahngerichte: Voraussetzungen, Gebühr ab 38 €, die Fristen von zwei Wochen und sechs Monaten, und was passiert, wenn der Schuldner widerspricht.
Der typische Weg einer Forderung
Von der unbezahlten Rechnung über Mahnung und Mahnverfahren zum Titel, dann Vollstreckungsauftrag, Durchsuchungsanordnung und Pfändungs- und Überweisungsbeschluss — mit dem, was auf jeder Stufe üblicherweise herauskommt, und drei typischen Verläufen.
Wie eine Zahlung verrechnet wird: § 367 BGB
Erst Kosten, dann Zinsen, zuletzt die Hauptforderung. Warum bei Ratenzahlung lange nichts von der Hauptforderung abgeht, weshalb es ohne Zinseszins trotzdem weiterläuft, und wie die Anrechnung in der Forderungsaufstellung aussieht. Mit Rechenbeispiel.
Vermögensauskunft: Was der Schuldner offenlegen muss
Der Schritt, der die Vollstreckung erst steuerbar macht: Ablauf beim Gerichtsvollzieher, Inhalt des Vermögensverzeichnisses, Haftbefehl bei Verweigerung, Drittauskünfte bei Rentenversicherung, Bundeszentralamt für Steuern und Kraftfahrt-Bundesamt, Schuldnerverzeichnis — und die Zwei-Jahres-Sperre.
Konto- und Lohnpfändung: Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss
Was das Vollstreckungsgericht pfändet, wenn beim Schuldner nichts zu holen ist: Lohn, Kontoguthaben, Steuererstattung. Drittschuldner, Zustellung und Rang, Drittschuldnererklärung, Pfändungsfreigrenzen und P-Konto, Kosten — und was ab Oktober 2026 elektronisch geht.
Gerichtsvollzieher-Kosten: das Kostenverzeichnis zum GvKostG
Die vollständige Gebührentabelle: was Zustellung, gütliche Erledigung, Vermögensauskunft, Pfändung, Verhaftung und Drittauskünfte kosten, dazu Wegegeld, Auslagenpauschale, Vorschuss und die Gerichtsgebühren. Mit vier Rechenbeispielen.
Fristen und Verjährung: Wie lange ein Titel gilt
Dreißig Jahre, die mit jeder Vollstreckungshandlung neu beginnen — drei Jahre für die Zinsen — und die Fristen der ZPO: erneute Vermögensauskunft nach zwei Jahren, Haftbefehl, Vorpfändung, Wartefrist. Und wie das Portal daraus Erinnerungen macht.
Insolvenz des Schuldners: Was aus dem Titel wird
Vollstreckungsverbot mit der Eröffnung, Anmeldung zur Tabelle mit dem Zusatz, der über alles entscheidet, Restschuldbefreiung nach drei Jahren — und was danach vom Titel bleibt.
Glossar
Die Begriffe, die dir in Titeln, Beschlüssen und Schreiben des Gerichtsvollziehers begegnen — von Aufenthaltsermittlung bis ZVFV, jeweils in wenigen Sätzen erklärt.
Fallmappe für Anwalt oder KI
Ein Fall, zusammengefasst zum Weitergeben: Beteiligte, Titel, Forderungskonto, Maßnahmen, Dokumente — und ein Leitfaden, wie die Mappe ausgewertet werden sollte, wenn kein Anwalt zu finden ist.
Sicherheit: wie Forderly speichert, schützt und rechnet
Verschlüsselung in zwei Stufen, Server in Deutschland, was im Klartext bleibt, Datenmodell nach dem Standard der Justiz, Rechenkern im Browser, kein Geld des Schuldners über die Plattform — offen erklärt.